Neue Detektoren zur Erkennung von Gefahrstoffwolken übergeben

Meldung

Seit Ende April sind alle acht Standorte der Analytischen Task Force (ATF) in Deutschland mit einem modernen und leistungsfähigen Gerät ausgestattet.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) investiert mit dieser Maßnahme über vier Millionen Euro, um die Leistungsfähigkeit der ATF-Standorte zu erhöhen. Hiermit wird der CBRN-Schutz der Bevölkerung weiter verbessert.

Das BBK stattet die Analytische Task Force mit leistungsstarken Analysegeräten aus, um bei der Freisetzung von unbekannten Stoffen die örtlichen Kräfte der Gefahrenabwehr unterstützen zu können. Zum Leistungsspektrum gehört auch die Fernerkundung von Gefahrstoffwolken bei chemischen Gefahrenlagen. Um die Einsatzfähigkeit zu steigern, wurden neue Fernerkundungsgeräte HI 90 für alle Standorte beschafft und Ende April nun auch alle Geräte ausgeliefert.

Das HI 90, kurz für „Hyperspectral Imager“, ist ein sogenanntes Infrarot-Spektrometer, das freigesetzte Gefahrstoffwolken in bis zu fünf Kilometern Entfernung erkennen kann. Zur Auswertung der Signale wird ein Detektor der neuesten Generation verwendet, der mit hoher Auflösung innerhalb weniger Sekunden ein Abbild der Gefahrstoffwolke errechnet. Bei ähnlichen Systemen erfolgt eine Abtastung für jeden Bildpunkt einzeln, was zum Teil mehrere Minuten dauert.

Die erhaltenen Infrarotspektren aus dem Sensorelement werden mit einem Videobild bzw. dem Bild einer Nachtsichtkamera kombiniert, sodass die Einsatzkräfte die Lage der Gefahrstoffwolke in der Umgebung erkennen können. Mit der hinterlegten Bibliothek, die verschiedene Chemikalien umfasst, ist auch die Identifikation dieser Stoffe möglich.

Weitere Informationen über die Analytische Task Force des Bundes finden Sie unter: