Zivil und Militär kooperieren beim Schutz gegen Gefahrstoffe
Pressemitteilung
Zivil-Militärische Zusammenarbeit stützt die Gesamtverteidigung
Die Kooperationsvereinbarung zwischen BBK und ABC Abwehrkommando ist eine praktische Umsetzung der Rahmenrichtlinien für die Gesamtverteidigung. Hierzu gehört der Erhalt der Handlungsfähigkeit des Staates, der Schutz der Bevölkerung sowie die Verteidigung des Territoriums gegen Angriffe und Bedrohungen von außen.
Für die gemeinsame Zivil-Militärische Kooperationsvereinbarung bedeutet dies in erster Linie, die Verteidigung im Bereich CBRN-Schutz gesamtstaatlich zu organisieren. So werden die Fähigkeiten und jeweiligen Expertisen beider Kooperationspartner zusammengeführt, um Deutschland zu schützen und verteidigungsfähiger zu machen.
BBK-Präsident Ralph Tiesler:
„Der Schutz der Bevölkerung kann nur gewährleistet werden, wenn die gesamte staatliche Sicherheitsvorsorge ineinandergreift. Vor allem beim Schutz vor Gefahrenstoffen aller Art sind alle staatlichen Stellen gefragt, um gemeinsam die Gesamtverteidigung zu stärken.
Die heutige Vereinbarung ist ein gutes Beispiel für eine solche Zusammenarbeit. Sie institutionalisiert den bereits bestehenden engen Dialog und festigt das gegenseitige Vertrauen zwischen dem BBK und unseren Partnern im Unterstützungskommando der Bundeswehr. Ich bedanke mich herzlich bei allen Beteiligten, die sich zielgerichtet für die gesamtstaatliche Sicherheit engagieren.“
Kommandeur des ABC Abwehrkommando der Bundeswehr, Oberst Stephan Saalow:
„Die zunehmende Bedrohungslage erlaubt kein Nebeneinander der gesamtstaatlichen Sicherheitsorgane. Für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren stellen das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr deshalb die zukünftige Zusammenarbeit auf institutionelle Füße. Damit machen wir gemeinsam – im engen Zusammenwirken von ziviler und militärischer Seite – einen großen Schritt in Richtung vernetzte Sicherheit und damit den Schutz der Bevölkerung unseres Landes und seiner Soldatinnen und Soldaten."
Kooperation bedeutet Austausch
Mit der Vereinbarung haben BBK und das ABC-Abwehrkommando festgelegt, dass mindestens einmal im Jahr eine Arbeitstagung stattfindet. Gefahrstoff-Expertinnen und Experten aus beiden Häusern werden dabei Themen besprechen wie die CBRN-Schutz-Ausbildung, die Ausarbeitung der Landes- und Bündnisverteidigung bis hin zu standardisierten Reaktionen auf hybride Angriffe und Bedrohungen.
Kooperation bedeutet Ausbildung und Standardisierung
Ein weiterer Teil der Kooperationsvereinbarung beinhaltet neue Ausbildungsveranstaltungen an der Schule für ABC-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben in Sonthofen, Bayern. Geschult werden Fachkräfte, die ansonsten nicht primär mit CBRN-Schutz in Verbindung stehen.
Kooperation bedeutet Standardisierung
Außerdem werden einheitliche Ausbildungsunterlagen für den CBRN-Schutz veröffentlicht, um die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen zu unterstützen. Ziel ist ein allumfassender Wissensstand, der die Gesamtverteidigung stärkt.
Ansprechpartner für Fragen zum ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr ist das Presse- und Informationszentrum des Unterstützungskommandos der Bundeswehr:
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Pressesprecherin: Marianne Suntrup
Pressesprecherin: Carolin Kielhorn
☎ 022899 550-1180